Herzlich Willkommen bei uns!

Liebe Gemeinde,
sehr geehrte Damen und Herren,


ab August 2020 gibt es eine kleine Änderung bei unseren
Gottesdienstzeiten. Wir beginnen eine Stunde später als bisher, also um

11.00 Uhr.

Gemeinsam mit den Gemeinden in unserer Umgebung haben wir entschieden, dass nicht alle Gottesdienste zur selben Uhrzeit beginnen. So hat jeder von Ihnen die Möglichkeit, sich am Sonntag den Gottesdienst auszusuchen, der zeitlich besser in die Wochenendplanung passt.



Da uns Ihre Gesundheit sehr am Herzen liegt, gelten für den Gottesdienstbesuch folgende Regeln: 

  • Teilnehmerzahl 50 Personen
  • Eintragung in einer Teilnehmerliste
  • Maske tragen  
  • Abstand von 1,5 Metern einhalten
  • Leider kein Abendmahl und kein Gesang möglich


Bleiben Sie gesund und wohl behütet unter Gottes Segen!

Ihre Evangelische Nazareth-Kirchengemeinde


Wochenspruch 5. Sonntag nach Trinitatis

‚Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.‘ (Epheser 2,8)

Ich will, dass etwas von mir bleibt‘, das hatte der Vater seinem Sohn in dem Interview gesagt, damals, vor mehr als 10 Jahren, als der im Rahmen einer Hausaufgabe den eigenen Vater zu seinem beruflichen Werdegang und dann auch zu seinen Werten und Wünschen befragte. Ein überaus erfolgreicher Bauunternehmer war der Vater gewesen – ja, gewesen….denn nun war er ganz unerwartet und viel zu früh an einem Schlaganfall gestorben. Bei den Beerdigungsvorbereitungen kam dem Sohn dann wieder dieser Satz des Vaters in den Sinn. Plötzlich hatte der einen ganz anderen Klang bekommen - ja, war jetzt zur konkreten Frage geworden: Was würde bleiben vom Vater? Unbestritten - die Arbeit war das Zentrum seines Lebens gewesen und hat die meiste Zeit, die meiste Kraft und wohl auch Aufmerksamkeit beansprucht. Sollte dann vor allem irgendein Bauprojekt von ihm bleiben? Wollte er das? Das kann er doch unmöglich gemeint haben mit seinem Wunsch.

Arbeit war sein ganzes Leben.‘- was für ein niederschmetternder Grabspruch, der in grauer Vorzeit mal als erstrebenswert galt und eigentlich eine Bankrotterklärung ist.

Jeder kennt diesen Wunsch- dass er nicht vergessen wird, man irgendwie weiterlebt, vielleicht in den Menschen, die einem verbunden waren, in ihren Herzen. Niemand möchte sich vorstellen, einfach vergessen zu sein nach seinem Tod. Ausgelöscht, so, als wäre man nie dagewesen, hätte nie existiert. Und da dämmert es uns schon, dass es dabei um lebendige, gelungene Beziehungen geht und nicht um abgelieferte Leistung. Trotzdem mühen wir Menschen uns damit ab, uns mit dem, was wir können, wissen und leisten einen ‚ewigen Namen‘ zu machen. Wir kämpfen ein Leben lang darum, vor anderen gut dazustehen, vielleicht auch immer in der Hoffnung, am Ende irgendwie zu bleiben, weil wir doch unseren Wert bewiesen haben.

Was für ein unmenschlicher Druck, was für ein grausames Gerenne? Und am Ende? Was bleibt wirklich von uns? Wenn es dabei nur nach uns Menschen geht, wohl nicht viel. Wie tröstlich, dass Gottes Bindung zu uns so viel stärker ist, als wir Menschen im besten Fall jemals aneinander hängen können. Er meint es so gut mit uns, wie wir das wohl niemals begreifen können. Sein Wohlgefallen können und müssen wir nicht erarbeiten. Er liebt uns, auch wenn wir meilenweit entfernt vom ‚Guten‘ sind.

Neben all dem, was uns trifft, was uns passiert, was wir leisten müssen, gibt es in unserem Leben die Freundlichkeit Gottes, das, was die Bibel mit Gnade bezeichnet. Wir dürfen unter Gottes Schutz und Segen leben und auch sterben. Wenn Gott uns eines Tages ganz ungeschützt- von Angesicht zu Angesicht freundlich anschauen wird, werden wir es kaum fassen können. Soviel Gnade.

‚Aus Gnade seid ihr gerettet worden durch den Glauben, nicht durch euer Verdienst‘, schreibt der Apostel in seinem Brief. Damit es klar ist, dass wir uns vor Gott ganz ehrlich machen können. Uns nicht selbst zu rühmen brauchen und nicht immer dauernd noch mehr müssen.

Gott will uns ein gelingendes Leben schenken, das auch der Tod nicht auslöschen kann, so bitter er ist. Und aus seiner unendlichen Gnade leben wir Tag für Tag –schon jetzt. Das können wir auch spüren, wenn wir mit wachen Augen durch unser Leben gehen.

Bleiben Sie behütet auf Ihrem gnadenvollen Weg durchs Leben- es grüßt Sie herzlich Ihre Pfarrerin Judith Brock

 

 
 

 

 



Kindergottesdienst zu Pfingsten 


 

Bastelanleitung Taube: 
https://kugelig.com/wp- content/uploads/2018/04/ Bastelvorlage_Vogel_aus_ Papier-Plotterfreebie.jpg

Bastelanleitung Windrad: 
https://christlicheperlen. files.wordpress.com/2019/04/ pfingsten-bastelidee.png

Kurzportrait unserer neuen Pfarrerin 

Eva Finkenstein

Liebe Nazarethgemeinde,

alles neu macht der Mai! Für mich in diesem Jahr tatsächlich: Ab dem 16. Mai werde ich bei Ihnen  als Pfarrerin mit 50% im Entsendungsdienst arbeiten. 

Im Moment lebe ich noch in Leipzig, freue mich aber sehr, bald nach Berlin zu ziehen. Franz von Suppés Aufforderung „Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin!“ trifft mich gewissermaßen ins Herz. Und so wird dieses zwar auch etwas schwer beim Gedanken, das gemütliche Leipzig zu verlassen - doch zugleich von Vorfreude auf den quicklebendigen Kiez rund um den Leo und die neue Arbeit bei Ihnen erfüllt!

Eine tabula rasa ist Berlin für mich nicht. Aufgewachsen in einem Mecklenburger Pfarrhaus, bin ich von dort zum Theologiestudium nach Leipzig, Montpellier und anschließend nach Berlin gezogen. Und wie es der Zufall will, habe ich bereits als Studentin hier im Wedding gelebt - und das ausgesprochen gern!

Nach dem Studium hat mich mein Weg zunächst nach Kopenhagen und Lübeck geführt. Dort habe ich als Gemeindepraktikantin dem Wunsch, Pfarrerin zu werden, nachgespürt und ihm - nach einem kleinen Abstecher ins Designmöbelmarketing - schließlich nachgegeben, was mich ins Vikariat nach Dresden führte.

Meiner Liebe zu Seitenwegen bin ich aber treu geblieben: Statt direkt dem Pfarramt, habe ich mich nach dem Vikariat erstmal der Wissenschaft verschrieben. Seit zwei Jahren widme ich mich in Leipzig und Halle meiner Promotion, die restliche Arbeit daran bringe ich nun mit nach Berlin. Sollten Sie sich also fragen, wo ich bin, wenn Sie mich nicht in der Gemeinde finden: bestenfalls zuhause am Schreibtisch oder in der Bibliothek! Ansonsten vielleicht auf dem Fahrrad, am Klavier oder mit Freund*innen unterwegs in der kulturellen Vielfalt Berlins, die mich - normalerweise - regelmäßig begeistert.

An der Arbeit als Pfarrerin begeistert mich die Vielfalt der Möglichkeiten, miteinander Räume zu entdecken, zu öffnen und zu gestalten: im Gespräch, bei der Bewältigung von Lebenssituationen, bei der Sorge füreinander und für unsere Nächsten. Ich wünsche mir, dass Menschen bei uns auf offene Türen stoßen! 

Und ich wünsche mir mit Ihnen eine Gemeinschaft, die Geborgenheit und Innehalten genauso ermöglicht wie Aufbrüche und Diskussion. Auf unsere Begegnung und ein Kennenlernen freue ich mich sehr!

Bis dahin kommen Sie gut durch diese ungewöhnliche Zeit und bleiben Sie behütet.

Sehr herzlich, Ihre Eva Finkenstein