Herzlich Willkommen bei uns!


Wir freuen uns, mit Ihnen Gottesdienst feiern zu können. 

Einladung zum Gottesdienst 
am 30.05.20 um 10:00 Uhr 
in der Alten Nazarethkirche 

Ihre Gesundheit liegt uns sehr am Herzen, daher gelten folgende Regeln: 

  • Teilnehmerzahl 50 Personen
  • Eintragung in einer Teilnehmerliste
  • Maske tragen  
  • Abstand von 1,5 Metern einhalten
  • Leider kein Abendmahl und kein Gesang möglich


Bleiben Sie gesund und wohl behütet unter Gottes Segen!

Ihre Evangelische Nazareth-Kirchengemeinde


Wochenspruch zu Christi Himmelfahrt 


Liebe Gemeinde,

die Himmelfahrt unseres Herrn ist ein großes Wunder. Als wäre das Osterwunder nicht bereits groß genug gewesen: Jesus Christus war tot und ist wieder auferstanden. Niemals zuvor konnte ein Mensch den Tod überwinden. Und doch gelang es dem Menschensohn. Er hat den Tod überwunden – nicht bloß für sich sondern für alle, die ihm nachgefolgt sind und noch bis heute nachfolgen. Er hat dem Tod den Schrecken genommen.

Und jetzt das: Dem Osterwunder folgt ein weiteres Wunder, das Jesus seinen Jüngern bereits lange angekündigt hatte. Mitten im Gespräch wird er emporgehoben und fährt gen Himmel. Gerade war er noch leibhaftig unter seinen Freunden und schon wieder hebt er alle Regeln der Physik und Biologie aus den Angeln. Er entschwindet, doch von ihm bleibt ein Versprechen, das er schon lange vor seiner Himmelfahrt gemacht hatte.

Nun da unser Herr erhöht worden ist, will er alle zu sich ziehen. Wie soll das bloß aussehen? Will er alle Regeln der Schwerkraft, alle Regeln der Physik und Biologie, mit der wir uns die Welt erklären, erneut brechen? Zuzutrauen wäre es ihm ja.

Und auch wenn Jesus Christus uns nach Ostern und Himmelfahrt wahrscheinlich mit einem Wunder jederzeit wieder überraschen würde, liegt es wohl diesmal woanders.

Jesus will uns zu sich ziehen und lässt uns zu ihm aufblicken. Zu dem verlorenen Schrecken den der Tod nicht mehr auf uns ausüben kann. Aufblicken zu dem leibhaftigen Jesus der voller Leben zu seinem Vater gefahren ist. Aufblicken zu der Himmelfahrt und der unzerbrüchlichen Hoffnung, die sie für uns alle in sich trägt.

Und natürlich blicken wir auf. Wir müssen uns nicht fürchten, weder jetzt noch irgendwann. Wir durften einen kurzen Blick werfen auf das, was Gott uns versprochen hat. Auf sein Reich, an dem wir jetzt schon mitwirken dürfen und können. In hellen Farben leuchtet Jesus uns und macht uns erneut deutlich, dass er unsere Erwartungen, dass er unsere kleinteiligen Einschätzungen in Physik und Biologie jederzeit bei Weitem übertreffen wird.

Gott segne Sie

Ihr Pfarrer Paul Bismarck


Kurzportrait unserer neuen Pfarrerin 

Eva Finkenstein

Liebe Nazarethgemeinde,

alles neu macht der Mai! Für mich in diesem Jahr tatsächlich: Ab dem 16. Mai werde ich bei Ihnen  als Pfarrerin mit 50% im Entsendungsdienst arbeiten. 

Im Moment lebe ich noch in Leipzig, freue mich aber sehr, bald nach Berlin zu ziehen. Franz von Suppés Aufforderung „Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin!“ trifft mich gewissermaßen ins Herz. Und so wird dieses zwar auch etwas schwer beim Gedanken, das gemütliche Leipzig zu verlassen - doch zugleich von Vorfreude auf den quicklebendigen Kiez rund um den Leo und die neue Arbeit bei Ihnen erfüllt!

Eine tabula rasa ist Berlin für mich nicht. Aufgewachsen in einem Mecklenburger Pfarrhaus, bin ich von dort zum Theologiestudium nach Leipzig, Montpellier und anschließend nach Berlin gezogen. Und wie es der Zufall will, habe ich bereits als Studentin hier im Wedding gelebt - und das ausgesprochen gern!

Nach dem Studium hat mich mein Weg zunächst nach Kopenhagen und Lübeck geführt. Dort habe ich als Gemeindepraktikantin dem Wunsch, Pfarrerin zu werden, nachgespürt und ihm - nach einem kleinen Abstecher ins Designmöbelmarketing - schließlich nachgegeben, was mich ins Vikariat nach Dresden führte.

Meiner Liebe zu Seitenwegen bin ich aber treu geblieben: Statt direkt dem Pfarramt, habe ich mich nach dem Vikariat erstmal der Wissenschaft verschrieben. Seit zwei Jahren widme ich mich in Leipzig und Halle meiner Promotion, die restliche Arbeit daran bringe ich nun mit nach Berlin. Sollten Sie sich also fragen, wo ich bin, wenn Sie mich nicht in der Gemeinde finden: bestenfalls zuhause am Schreibtisch oder in der Bibliothek! Ansonsten vielleicht auf dem Fahrrad, am Klavier oder mit Freund*innen unterwegs in der kulturellen Vielfalt Berlins, die mich - normalerweise - regelmäßig begeistert.

An der Arbeit als Pfarrerin begeistert mich die Vielfalt der Möglichkeiten, miteinander Räume zu entdecken, zu öffnen und zu gestalten: im Gespräch, bei der Bewältigung von Lebenssituationen, bei der Sorge füreinander und für unsere Nächsten. Ich wünsche mir, dass Menschen bei uns auf offene Türen stoßen! 

Und ich wünsche mir mit Ihnen eine Gemeinschaft, die Geborgenheit und Innehalten genauso ermöglicht wie Aufbrüche und Diskussion. Auf unsere Begegnung und ein Kennenlernen freue ich mich sehr!

Bis dahin kommen Sie gut durch diese ungewöhnliche Zeit und bleiben Sie behütet.

Sehr herzlich, Ihre Eva Finkenstein